Hintergrund

Um öffentliche Vergabestellen bei der Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffung zu begleiten, rief die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen das Projektbüro "nachhaltige und faire Beschaffung in Nordrhein-Westfalen", ins Leben. Hierbei ging es um die Flankierung der politischen Arbeit der Landesregierung sowie die Unterstützung sowohl der Beschaffer als auch der Anbieter in der Praxis. Der Fokus war von Anfang an auf den Querschnittcharakter des Themas gerichtet und sollte die Vielzahl der angrenzenden Themenfelder berücksichtigen. Seit der Gründung in 2013 wurden Auftrag und Ziele von newtrade nrw verfeinert. Hauptziel ist es, einen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung in NRW zu leisten.


Der Auftrag von
newtrade nrw

 

Newtrade nrw versucht entsprechend seines Auftrages zu folgenden Zielsetzungen beizutragen:

  •  Die Verbesserung von politischen Rahmenbedingungen zur Umsetzung nachhaltiger, öffentlicher Beschaffung unter besonderer Berücksichtigung der ILO-Kernarbeitsnormen
  • Die Förderung einer nachhaltigeren öffentlichen Beschaffungspraxis.

Das Büro nimmt indirekt Einfluss, in dem es Anregungen und Argumentationen für die Landesregierung Nordrhein-Westfalens sowie für eine nachhaltige öffentliche Beschaffungspraxis im Allgemeinen bietet. Mit seinen Aktivitäten veranschaulicht newtrade nrw Möglichkeiten und Vorteile einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung und unterstützt unterschiedliche Zielgruppen bei ihrer Entscheidungsfindung und Umsetzung.

 


Aufgaben und Ziele

 

Der Bedarf zur Umsetzung einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffungspraxis in NRW besteht vor allem auf zwei Ebenen. Zum einen zeigt sich ein systemischer und struktureller Bedarf. Ziel ist es, den Gesamtvorgang nachhaltiger öffentlicher Beschaffung praktikabler zu gestalten. In diesem Kontext konzentriert sich newtrade nrw auf die (Weiter-) Entwicklung von Instrumenten und Verfahren. Diese werden gemeinsam mit relevanten Partnern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erarbeitet bzw. an die neuen Rahmenbedingungen angepasst.

Damit jedoch eine tatsächliche Aufnahme in die Praxis erfolgt, reicht es nicht, sich allein auf Verfahren und Instrumente innerhalb der öffentlichen Verwaltung zu fokussieren. Gleichzeitig braucht es einen Mentalitätswandel. Eine erfolgreiche Umsetzung nachhaltiger öffentlicher Beschaffung wird nur gelingen, wenn die Bekanntheit, Relevanz sowie die Akzeptanz des Themas auch bis in die Mitte der Gesellschaft kommuniziert wird.

 


Unser Name

 

Die Anlehnung des Institutsnamens „newtrade“ an den Fair Trade Gedanken ist in diesem Zusammenhang absichtlich gewählt. Es geht darum, Nachhaltigkeitsaspekte in die öffentliche Beschaffung und damit in den konventionellen Handel zu tragen, um dort neue Wege zu gehen. Gleichzeitig steht der zugrunde liegende Begriff „Handel“ für die Themen- und Akteursvielfalt, ohne dabei den notwendigen Dreiklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem zu vergessen.

 


Tel.: +49 (0)211/837-1622